Ja, seit meinem letzten Blogeintrag ist viel Zeit vergangen.
Jetzt habe ich meinen Umzug in meine (alte) WG - zurück nach Lübeck - hinter
mir und mich auch schon mit dem einen oder anderen Problemchen rumschlagen
müssen. Insgesamt kann ich aber eindeutig sagen, dass ich glücklich bin wieder
hier zu sein - auch wenn es jetzt leider unweigerlich kälter wird.
Da ich noch einige Geschichten zu erzählen habe, möchte ich
dies jetzt gerne nach und nach tun. Klar, werden meine jetzigen Berichte nicht
mehr ganz so „nah dran“ sein wie die anderen Einträge, denn schließlich konnte
ich sie jetzt - im Gegensatz zu den immer sehr „Frischen“ eine gewisse Zeitlang
verdauen und verarbeiten, trotzdem bzw. gerade deswegen hoffe ich, dass ich euch
einen guten Eindruck von dem Erlebten vermitteln kann. Zuerst soll es um meinen
letzten Urlaub gehen - mis últimas vacaciones (3.-9. Juni 2014) J
Ich habe den Bildschirmausschnitt extra so groß gewählt, damit man die Entfernungen im Verhältnis zueinander sehen kann: Die Reise nach Montevideo & Buenos Aires war ähnlich weit entfernt. (Quelle: Google Maps)
Mein letzter Urlaub führte mich nach Salta, Argentinien. Salta
ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten Argentiniens und
liegt am Fuße der Anden. Genau, ich als Norddeutsche wollte endlich mal
richtige Berge sehen, und habe mich deswegen auf eine 18 stündige Busreise
dorthin aufgemacht (Ja, Google sagt zwar, dass man weniger Zeit dafür bräuchte
- aber ich behaupte, dass ich mindestens 18 Stundenunterwegs war). Ich habe mir
in Asunción zwar nur das Ticket nach Resistencia (Argentinien) kaufen können,
aber wie mir versichert wurde, sei es kein Problem dort in den richtigen Bus
umzusteigen. Eines der vielen Busunternehmen, die diese Route anbieten konnte
mir sogar einen Flyer geben, auf dem die Abfahrtzeiten des kooperierenden
Busunternehmens in Argentinien standen. Also entschied ich mich dort mein
Ticket zu kaufen.
Und tatsächlich hatte ich trotz Verspätung (welch
Überraschung!) großes Glück und konnte in Resistencia gerade noch meinen
Anschlussbus kriegen. Nach insgesamt ~1200km und einer nicht wirklich
erholsamen Nacht kam ich dann in den frühen Morgenstunden in Salta, la Linda an. Und ja: die Stadt
war wirklich schön! Auch, oder gerade weil es anfangs noch sehr vernebelt war -
so konnte ich durch den sich zügig auflösenden Nebel, immer mehr dieser schönen Stadt entdecken. Ich
suchte erst mal mein, schon im Internet reserviertes Hostel um meinen Rucksack
dort abzustellen und machte mich dann auf Erkundungstour. Nachdem ich ein wenig
Orientierung gewonnen hatte beschloss ich mit einer Gondel-Seilbahn, dem
Teleférico auf den Berg San Bernardo zu fahren. Diese Gondeln erinnerten mich
schwer an meine Skiurlaube, nur dass da oben angekommen weit und breit kein
Schnee zu sehen war.
Von dort oben hatte man dann einen echt schönen Ausblick auf
das Tal, in dem Salta liegt und konnte auch die Gebirgsformationen bestaunen!
Gegen Mittag wurde es dann erstaunlich warm - in Asunción hatte ich mir schon
wieder das Leggins- bzw. Jeans-Tragen angewöhnt gehabt, aber hier, in den
Bergen war es tatsächlich wärmer! Und ich hatte mir extra warme Sachen
eingepackt gehabt, weil ich dachte, dass es dort viel kälter sei. Aber besser so
als andersherum J.
Nachmittags buchte ich dann noch meine erste Tagestour, die mich am folgenden
Tag nach Cafayate (der Argentinier sagt: „Cafaschate“) führen sollte. Der
Vorteil an so touristischen Städten wie Salta liegt nämlich darin, dass man
auch als Alleinreisende an quasi jeder Ecke Touren in die nähere Umgebung zu
erschwinglichen Preisen erstehen kann.
