Dienstag, 30. September 2014

Mis últimas vacaciones – Teil 1

Ja, seit meinem letzten Blogeintrag ist viel Zeit vergangen. Jetzt habe ich meinen Umzug in meine (alte) WG - zurück nach Lübeck - hinter mir und mich auch schon mit dem einen oder anderen Problemchen rumschlagen müssen. Insgesamt kann ich aber eindeutig sagen, dass ich glücklich bin wieder hier zu sein - auch wenn es jetzt leider unweigerlich kälter wird.
Da ich noch einige Geschichten zu erzählen habe, möchte ich dies jetzt gerne nach und nach tun. Klar, werden meine jetzigen Berichte nicht mehr ganz so „nah dran“ sein wie die anderen Einträge, denn schließlich konnte ich sie jetzt - im Gegensatz zu den immer sehr „Frischen“ eine gewisse Zeitlang verdauen und verarbeiten, trotzdem bzw. gerade deswegen hoffe ich, dass ich euch einen guten Eindruck von dem Erlebten vermitteln kann. Zuerst soll es um meinen letzten Urlaub gehen - mis últimas vacaciones (3.-9. Juni 2014) J


Ich habe den Bildschirmausschnitt extra so groß gewählt, damit man die Entfernungen im Verhältnis zueinander sehen kann: Die Reise nach Montevideo & Buenos Aires war ähnlich weit entfernt. (Quelle: Google Maps)

Mein letzter Urlaub führte mich nach Salta, Argentinien. Salta ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten Argentiniens und liegt am Fuße der Anden. Genau, ich als Norddeutsche wollte endlich mal richtige Berge sehen, und habe mich deswegen auf eine 18 stündige Busreise dorthin aufgemacht (Ja, Google sagt zwar, dass man weniger Zeit dafür bräuchte - aber ich behaupte, dass ich mindestens 18 Stundenunterwegs war). Ich habe mir in Asunción zwar nur das Ticket nach Resistencia (Argentinien) kaufen können, aber wie mir versichert wurde, sei es kein Problem dort in den richtigen Bus umzusteigen. Eines der vielen Busunternehmen, die diese Route anbieten konnte mir sogar einen Flyer geben, auf dem die Abfahrtzeiten des kooperierenden Busunternehmens in Argentinien standen. Also entschied ich mich dort mein Ticket zu kaufen.
Und tatsächlich hatte ich trotz Verspätung (welch Überraschung!) großes Glück und konnte in Resistencia gerade noch meinen Anschlussbus kriegen. Nach insgesamt ~1200km und einer nicht wirklich erholsamen Nacht kam ich dann in den frühen Morgenstunden in Salta, la Linda an. Und ja: die Stadt war wirklich schön! Auch, oder gerade weil es anfangs noch sehr vernebelt war - so konnte ich durch den sich zügig auflösenden Nebel,  immer mehr dieser schönen Stadt entdecken. Ich suchte erst mal mein, schon im Internet reserviertes Hostel um meinen Rucksack dort abzustellen und machte mich dann auf Erkundungstour. Nachdem ich ein wenig Orientierung gewonnen hatte beschloss ich mit einer Gondel-Seilbahn, dem Teleférico auf den Berg San Bernardo zu fahren. Diese Gondeln erinnerten mich schwer an meine Skiurlaube, nur dass da oben angekommen weit und breit kein Schnee zu sehen war.


Von dort oben hatte man dann einen echt schönen Ausblick auf das Tal, in dem Salta liegt und konnte auch die Gebirgsformationen bestaunen! Gegen Mittag wurde es dann erstaunlich warm - in Asunción hatte ich mir schon wieder das Leggins- bzw. Jeans-Tragen angewöhnt gehabt, aber hier, in den Bergen war es tatsächlich wärmer! Und ich hatte mir extra warme Sachen eingepackt gehabt, weil ich dachte, dass es dort viel kälter sei. Aber besser so als andersherum J. Nachmittags buchte ich dann noch meine erste Tagestour, die mich am folgenden Tag nach Cafayate (der Argentinier sagt: „Cafaschate“) führen sollte. Der Vorteil an so touristischen Städten wie Salta liegt nämlich darin, dass man auch als Alleinreisende an quasi jeder Ecke Touren in die nähere Umgebung zu erschwinglichen Preisen erstehen kann.