Endlich melde ich mich mal wieder!
Viel ist passiert in den vergangenen 1,5 Wochen seit meinem letzten Post. Leider gehoert "wieder-funktionierendes Internet im Haus meiner Gastfamilie" nicht dazu, so dass ich immer noch das Internetcafe aufsuchen muss, um mit der Welt zu kommunizieren. Hier mal ein Foto davon, wie´s hier aussieht (Und ja: Die PCs hier haben Disketten-Schlitze! Unglaublich! Aber wenigstens funktioniert das Internet...)
Letzte Woche Montag ist meine Arbeit ausgefallen - wegen Regen. Ja gut. Die Kinder bleiben bei Regen zuhaus, manche müssen einfach helfen, das Dach der familiären Unterkunft festzuhalten usw.. Habe dann spontan Patti (eine andere deutsche Freiwillige) in ihrem Projekt besucht. Sie arbeitet mit Nonnen und weitaus mehr Kindern und v.a. ganztags dort. Mal einen Einblick in ein anderes Projekt zu bekommen, war fuer mich sehr interessant! Wenn moeglich, moechte ich auch noch in weitere Projekte hineinschnuppern, um einen besseren Eindruck und Ueberblick zu bekommen.
Am Mittwoch dann habe ich das erste Mal ohne paraguayanische Betreuung mit Britta (einer weiteren deutschen Freiwilligen) den Mercado 4 aufgesucht - ein sehr grosser Strassenmarkt. Hier mein spektakulaerer Fang (das KISS-Shirt):
Am Samstag war hier wettertechnisch ziemlich Weltuntergang. Erst hat´s nur geblitzt und gedonnert, dann kam Regen und Sturm dazu und dann hat´s sogar noch maechtig gehagelt - und das bei bestimmt 20 Grad! Das war schon krass! Hier ein Bild von den murmelgrossen Hagelkoernern:
Am Sonntag bin ich dann mit meiner Familie zum Erdbeermarkt nach Argua gefahren - das war echt ein schoener Ausflug - Fotos habe ich leider bisher nur auf meiner Kamera - werden also nachgereicht. Dort hat der Hagel doller zugeschlagen als bei uns - viele Daecher waren kaputt, viele gruene Blaetter wurden vom Sturm von den Baeumen gerissen und auch Autos hatten Dellen vom Hagel! Aufgrund dieses "Desastres" haben wahrscheinlich auch viele Familien das Dach ueber ihrem Kopf verloren - schlimm, wie die Natur hier manchmal zuschlaegt und ganze Lebensgrundlagen zerstört!
Aber um genau diesen Familien zu helfen, habe ich mich dieses Wochenende als Freiwillige bei "un Techo para mi Pais" (ein Dach fuer mein Land) gemeldet. Diese Organisation baut mit der Hilfe von Freiwilligen und Spenden Haeuser fuer die Aermsten von den Armen. Heute geht´s los - Freitag bis Sonntag - werde also wahrscheinlich naechste Woche davon berichten.
Bis dann erstmal ;-)
Freitag, 27. September 2013
Mittwoch, 18. September 2013
Zum Geburtstag: Kein Internet
Entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber zuhause ist das Internet - seit Dienstag letzter Woche - tot. Warum, weiß man nicht - und wann es wieder da sei wird, auch nicht. Deswegen geh ich jetzt jeden Tag nach der Arbeit ins Internet-Cafe, um zumindest kurz meine Mails zu checken.
Eine Woche mit vielen Geburtstagen liegt hinter mir. Am Samstag hat meine Gastmutter in ihren 38sten Geburtstag reingefeiert. Am Sonntag kam die gesamte Familie zu Besuch zum Grillen. Hier ein ganz witziges Bild von meiner Oma beim Karaoke-Singen.
Am Mittwoch ging´s dann auf den naechsten Geburtstag. "Sebas"(Sebastian), der Freund/Mann der besten Freundin meiner Mutter, hat reingefeiert. Es hieß zwar im Vorhinien schon, dass es Asado (Gegrilltes) und Bands geben wuerde, aber dass er wohl mit drei Freunden zusammen voll die dicke Location gemietet hatte, wussten wir, als wir dorthin fuhren, noch nicht. Auch, dass zwei der vier Bands wohl ziemlich beruehmt waren, ist mir natuerlich nicht aufgefallen - wurde mir aber hinterher erzaehlt. Wir sind dann erst um 3h nachts heimgefahren! Hier ein Schnappschuss von der dritten Band:
Am Donnerstag hatte "Gabi" (Name, ich vermute, von Gabriel abgeleitet) Geburtstag. Diese Feier war jedoch vergleichsweise klein und nur mit der engsten Familie. Und dann wurde noch am Sonntag der Geburtstag von Tia Mami gefeiert - natuerlich wurde auch wieder gegrillt und Torte gab´s - natuerlich - auch:
Am Samstag habe ich mich dann noch mit zwei anderen deutschen Freiwilligen getroffen, um in den Zoo zu gehen. Das war sehr schoen! Viel gequatscht und viele Tiere gesehen - dafuer mach ich aber bei Gelegenheit nochmal nen extra Blogeintrag. Das hier muss fuers erste reichen ;-)
Hoffe, dass ich bald wieder Inet zuhause habe und mich wieder ein wenig mehr um meinen Blog kuemmern und euch allen dann von meinen Abenteuern berichten kann!
Eine Woche mit vielen Geburtstagen liegt hinter mir. Am Samstag hat meine Gastmutter in ihren 38sten Geburtstag reingefeiert. Am Sonntag kam die gesamte Familie zu Besuch zum Grillen. Hier ein ganz witziges Bild von meiner Oma beim Karaoke-Singen.
Am Mittwoch ging´s dann auf den naechsten Geburtstag. "Sebas"(Sebastian), der Freund/Mann der besten Freundin meiner Mutter, hat reingefeiert. Es hieß zwar im Vorhinien schon, dass es Asado (Gegrilltes) und Bands geben wuerde, aber dass er wohl mit drei Freunden zusammen voll die dicke Location gemietet hatte, wussten wir, als wir dorthin fuhren, noch nicht. Auch, dass zwei der vier Bands wohl ziemlich beruehmt waren, ist mir natuerlich nicht aufgefallen - wurde mir aber hinterher erzaehlt. Wir sind dann erst um 3h nachts heimgefahren! Hier ein Schnappschuss von der dritten Band:
Am Donnerstag hatte "Gabi" (Name, ich vermute, von Gabriel abgeleitet) Geburtstag. Diese Feier war jedoch vergleichsweise klein und nur mit der engsten Familie. Und dann wurde noch am Sonntag der Geburtstag von Tia Mami gefeiert - natuerlich wurde auch wieder gegrillt und Torte gab´s - natuerlich - auch:
Am Samstag habe ich mich dann noch mit zwei anderen deutschen Freiwilligen getroffen, um in den Zoo zu gehen. Das war sehr schoen! Viel gequatscht und viele Tiere gesehen - dafuer mach ich aber bei Gelegenheit nochmal nen extra Blogeintrag. Das hier muss fuers erste reichen ;-)
Hoffe, dass ich bald wieder Inet zuhause habe und mich wieder ein wenig mehr um meinen Blog kuemmern und euch allen dann von meinen Abenteuern berichten kann!
Montag, 9. September 2013
Post! Ich habe Post bekommen!
Ja, tatsächlich! Ein Brief meiner Eltern hat es ans andere Ende der Welt geschafft! Meine Adresse bekommen alle Interessierten, die mir eine persoenliche Nachricht schreiben.
Der Brief meiner Eltern war ca. 3 Wochen unterwegs - insofern müsst ihr voraussichtlich insgesamt sechs Wochen auf Antwort warten. Der Versand von Paraguay nach Deutchland ist günstiger als anders herum. Für einen A5-Umschlag hat meine Mutter 3,40 € gezahlt und zurück kostet´s 2,70 € - allerdings egal ob Karte oder Brief - das finde ich schon ganz schön happig für Paraguayaner! Aber hiermit verspreche ich, dass jeder, der mir schreibt, auch eine Antwort bekommt.
Auf dass ihr mir alle ganz fleißig schreibt ;-)
Auf dass ihr mir alle ganz fleißig schreibt ;-)
Dienstag, 3. September 2013
Fundación Fundar - mein Projekt
Heute möchte ich Euch mal ein wenig mehr von meinem Projekt erzählen. Ich arbeite in der Fundación Fundar Estrellita 3 in Villa Elisa. Fundar ist eine Stiftung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder aus schwierigen Verhältnissen zu unterstützen. In Deutschland würde man so eine Einrichtung vielleicht als Hort bezeichnen. Die Kinder bekommen Essen, Kleidung und Betreuung bei ihren Aufgaben aus der Schule. Da das Schulsystem in Paraguay aber in Vor- und Nachmittagsschule untergliedert ist, es also einerseits Kinder gibt, die von 7-12h zur Schule gehen, andererseits Kinder, die von 13-18h in die Schule gehen, gehen Letztere dann morgens in unseren Hort. Das Bild zeigt, wie das Schul-/Hort-Gebäude von der anderen Straßenseite aussieht:
Meine Arbeit beginnt um 8h. Da ich glücklicherweise mein Projekt zu Fuß (20 min.) erreichen kann, muss ich also nicht ganz so früh aufstehen. Die Kinder müssen sich dann in Reihen aufstellen und dann werden der Reihe nach Hände gewaschen. Anschließend wird (es sei denn, es ist zu kalt) mit Selbstverständlichkeit die Nationalhymne gesungen.
Danach gibt es im Klassenraum, der an die große Sporthalle anschließt, Frühstück. Dieses besteht immer aus Cucido (sprich: Kußido) und Coquitos (sprich: Kukitos). Cucido ist ein auf Mate-Tee basierendes Getränk, das mit Milch und leider auch sehr viel Zucker zubereitet wird. Meistens wird die Milch auch aus Milchpulver angerührt. Cuquitos sind vllt mit Zwieback zu vergleichen - eigentlich ganz lecker. Ich helfe dann dabei, die Becher und die Cuquitos an die Kinder zu verteilen. Vor dem Essen muss natürlich noch gebetet werden. Und dann essen die Kinder, schweigend!
Da es jetzt wieder wärmer geworden ist, ist sogar noch ein neuer Programmpunkt hinzu gekommen: Nach dem Frühstück wird noch der jeweilige Spruch aus einem Bibel-Kalender oder wahlweise ein Disney-Märchen vorgelesen - so üben die Kinder lautes Lesen. Danach wird dann bis 10h in den Cuadernos (Hefte) gearbeitet. Einige Kinder bringen ihre Aufgaben aus der Schule mit und die anderen bekommen Aufgaben von der Profé (der Lehrerin). Ich gehe dann herum und versuche, die Kinder bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Manchmal verstehe ich die Aufgaben oder das, was die Kinder auf mich einplappern, jedoch selbst nicht und muss bei der Profé nachfragen (Ist aber schon weniger geworden!)
Von 10h bis 11h ist dann Spielzeit für die Kinder. Einige spielen Fußball, andere Tanzen oder beschäftigen sich mit selbst mitgebrachten Autos. Manchmal spiele ich mit, ansonsten beaufsichtige ich sie meist nur. Ab und zu helfe ich in dieser Zeit dann auch der Profé, Aufgaben in die Cuadernos zu schreiben.
Gegen 11h heißt´s dann wieder "Fila" (Reihe) - also wieder Aufstellen in Reihen, dann Händewaschen und anschließend geht´s wieder hoch in den Klassenraum zum Essen. Es gibt jeden Tag Suppe - einmal die Woche (!!!) sogar vegetarisch, ansonsten immer mit Fleisch - manchmal mit Reis, manchmal mit Nudeln. In den letzten Wochen habe ich häufig in der Fundacion Mittag gegessen, weil ich ja danach sofort zum Spanischkurs musste - und es war immer sehr lecker! Und zum Essen gibt´s dann wieder Cuquitos - 6 für die kleinen Kinder und 8 für die Größeren. Hier mal ein Bild von einer Portion:
Nach dem Mittagessen gibt es manchmal noch Ensalada de Frutas (Obstsalat) als Nachtisch - aber nur für die, die sich gut verhalten und ihr Mittag aufgegessen haben. Der Obstsalat hier ist übrigens absolut nicht mit "deutschem" Obstsalat vergleichbar: Paraguyanischer Obstsalat besteht meist nur aus Bananen und Orangen und v.a. schwimmt dieses Obst in mit-Getränkepulvern-angerührtem Zuckerwasser", "weil die Kinder das sonst nicht mögen würden". Anfangs konnte ich diesen "Obstsalat" echt nicht essen, weil er mir viel zu süß war, aber inzwischen muss ich gestehen, dass er mir auch ganz gut schmeckt. Manchmal gibt´s auch nur ne Banane auf die Hand - das gefällt mir insgesamt doch besser. Dann gegen 11:30h, spätestens 12h gehen die Kinder nach Hause, um sich für die Schule fertig zu machen (Schuluniform); meine letzte Aufgabe ist es dann, sie noch über die viel befahrene Straße zu begleiten. Dann habe ich Feierabend.
Fazit: Meine Tätigkeit insgesamt also an sich ganz aushaltbar. V.a. wenn ich von anderen Freiwilligen höre, dass sie echt bis 16/17h täglich arbeiten müssen. Aber n Zuckerschlecken sind diese vier Stunden nun auch nicht, denn bei 15-30 Kindern im Alter von 5-14 schreit halt immer iwer rum, macht iwer Quatsch oder ärgert andere. Auch, Kinder so unterschiedlichen Alters gemeinsam zu betreuen und zu fördern, ist jeden Tag wieder eine Herausforderung!
Da ich gestern das letzte Mal zu meinem Spanischkurs musste, mit welchem ich eigentlich nur das Busfahren geübt habe, habe ich jetzt auf einmal nachmmittags viel Freizeit. Mal sehen, was für eine Beschäftigung für den Nachmittags-Block ich in den nächsten Tagen auftun werde!
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