
Die RHCP fingen (ohne Vorband) dann auch um kurz nach halb zehn an zu spielen. Altbekannte Hits, und wahrscheinlich auch Neueres (zumindest für mich Unbekanntes) ließen die Zeit sehr schnell vergehen - plötzlich war schon eine Stunde um! Die Light-Show und die Live-Übertragung auf den großen Leinwänden links und rechts von der Bühne machten den Abend genau wie die tierisch ausrastenden Paraguaschos zu einem echten Erlebnis! Insgesamt dauerte das Konzert knappe zwei Stunden - und für die 28€, die das Ticket gekostet hat, war das voll in Ordnung! Nach dem Konzert trafen wir dann noch einen Freund von Jessis Familie, der uns glücklicherweise heimfuhr - sonst hätten wir wohl ein Vermögen beim Taxifahren gelassen!
Am Donnerstag hat Britta ihren Geburtstag im "Brittania" gefeiert (ja, sehr passend, oder?). Dort haben wir lecker geschmaust (Foto rechts) und das Brittania-Bier genossen (auf dem Cover ist eine englische Bulldogge)! Alle ihre Arbeitskollegen kamen vorbei, nur die anderen eingeladenen deutschen Freiwilligen haben´s leider nicht geschafft. Naja, wir führten trotzdem viele sehr nette & lustige Gespräche auf Spanisch und Deutsch (da Brittas Freund aus Deutschland zu Besuch war, der ja kein Spanisch verstand). Übernachtet haben wir dann in einem Hostel in Asuncion, da die Heimfahrt zu lang, zu gefährlich und auch zu teuer gewesen wäre...Der Freitagabend war vergleichsweise zur Woche sehr unspektakulär: Ich blieb zuhause und habe nur ein wenig mit Deutschland geskypt. Mit Bea, der deutschen Freiwilligen, die vor mir in meinem Projekt in Villa Elisa war, habe ich mich gut ausgetauscht, und aus dem Gespräch viel Mut & Kraft ziehen können!
Am Samstag besuchte ich dann Sol (Solvejg) in der Fundacion Fundar in San Antonio, um mal zu schnuppern, wie es denn bei denen so ist. Dort findet zwar quasi dasselbe wie in meiner Einrichtung, jedoch mit anderen Räumlichkeiten und natürlich einer anderen Profe und anderen Kindern statt.
Jedoch waren die Kinder iwie viel offener und die Atmosphäre zwischen Profe und Kindern auch viel besser. Kann aber auch daran gelegen haben, dass Samstag war und da vllt ein anderes Programm als unter der Woche stattfindet. Mit Sol, die schon ein halbes Jahr länger hier ist, konnte ich auch viel reden, was sehr gut tat - denn es ist schwer, Leute zu finden, die einen "wirklich" verstehen.
Nachmittags traf ich mich dann noch mit Patti und wir kochten zusammen bei ihr zuhause - endlich mal keine zerkochten Nudeln, sondern schön al dente! Um 18h machte ich mich dann dort auf den Weg, um um 19h an einer "Reúnion de Jovenes" (ein Treffen von Jugendlichen) der evangelischen Kirche teilzunehmen - und dank meiner neuen Bibel-App konnte ich die genannten Verse auch immer schön auf Deutsch "nachschlagen" und habe deswegen diesmal schon mehr verstanden! Ich wurde dann gegen 21h heimgefahren und da meine Familie noch auf einem Quince (einem fünfzehnten Geburtstag) war, war ich also wieder allein zuhause :-/ Mit Weggehen ist halt schwierig, wenn man noch niemanden kennt und es halt, sobald es dunkel wird, auch gleich mega-gefährlich wird...
Doch am Sonntag passierte dann noch mal richtig was: Ich wurde auf den vierten Geburtstag von Fernanda mitgenommen. Ich wusste nur, dass sie vier wird und bei Mc Donalds feiert (warum sich dafür alle mega aufgehübscht haben, hab ich noch nicht verstanden). Haare wurden geglättet, Klamotten gebügelt, man schminkte sich und dann ging´s los - zu Mc Donalds. Alle Gäste waren mega aufgebrezelt und wurden dann auf ein Hamburger-Menü eingeladen - sehr witzig! Nun wurden die Kinder geschminkt und es kam sogar noch ein Zauberer, der weiße Tauben und einen echten Toucan herbeizauberte (wie mir später gesagt wurde, war der Zauberer wohl ziemlich berühmt), seine Show hat die Kinder und mich aber auch echt in Staunen versetzt!


Nach dieser Aktion bei Mc Donalds hatte '"Fer" noch nicht Feierabend, denn am selben Abend war noch ein "Festival de Danza" (eine, und zwar ihre erste, Tanzaufführung) - als kleiner Mariposa (Schmetterling) lief sie ein paar Mal ganz fix über die Bühne. Die Größeren tanzten dann noch traditionelle Tänze, Ballett und Reggaeton. Echt beeindruckend! Danach (und v.a. auch weil der Tag mit 38°C echt mega-heiß war) war ich dann echt erschöpft und freute mich auf "Zuhause". Hier noch ein Foto von den Schmetterlingen:



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