Donnerstag, 24. Juli 2014

Home, sweet home

Ja, inzwischen seit drei Woche bin ich nun schon wieder zurück. Zuerst in Hamburg, dann in Lübeck. Und möchte mich hier endlich mal kurz melden.
Also, erstmal das Wichtigste: Mir geht`s gut! Ich habe die 3 Rückflüge (Asunción – Buenos Aires, Buenos Aires – Frankfurt und Frankfurt – Hamburg) gut überlebt und auch noch einiges zu erzählen.


Da aber leider mein Laptop Anfang Juni den Geist aufgegeben hat, waren mir ein wenig die Hände gebunden...

Wieder "zuhause" zu sein ist wirklich ein komisches Gefühl, denn schließlich hatte ich "dort", auf der anderen Seite der Welt, auch eins. Klar vermisse ich Vieles, genieße es aber andererseits auch sehr wieder, hier - in der anderen Umgebung - zu sein.
Hier warten jetzt neue Herausforderungen auf mich! Ich hoffe, meinen Laptop die Tage wiederbeleben zu können, sodass ich von meinen letzten Abenteuern in Lateinamerika (nachträglich) berichten kann.
Insgesamt will ich den Blog wahrscheinlich auch weiterführen, mal sehen was sich ergibt.
Soweit erst mal, dicke Umarmung und bis bald!

Freitag, 18. Juli 2014

Desarollo Creativo

Desarollo Creativo heißt so viel wie „kreative Entwicklung“. Und dahin möchte ich euch heute mal mitnehmen.


Da ich ja in meinem Projekt nur vormittags arbeite, habe ich mir Mitte Januar eine zusätzliche Arbeit gesucht. Ich bin einfach zu Teleton, einer Organisation, die Familien mit behinderten Kindern unterstützt, hingefahren und hab nachgefragt, ob es was zu helfen gibt. Auf meine Frage wurde äußerst freundlich geantwortet: "Wir brauchen immer Freiwillige! Wie schön, dass Sie sich interessieren!"

Zuerst war meine - im Vergleich zu später - langweilige Aufgabe, Kisten zusammen zu stellen, die Familien mitgegeben werden, die es aufgrund der Entfernung nicht regelmäßig ins Rehabilitionszentrum von Teleton schaffen. Diese Kisten enthalten je 7 Briefumschläge mit unterschiedlichen Materialen, mit welchen die Eltern mit ihren Kindern unterschiedliche Dinge üben können. Sie enthalten zum Beispiel die Buchstaben des Alphabets, die Ziffern 0 bis 9, Kärtchen mit verschiedenen Farben und auch aus unterschiedlichen Materialien, um den Tastsinn der Kinder zu sensibilisieren.

Seit Anfang Februar (mit einer zweiwöchigen Unterbrechung durch meinen Urlaub) helfe ich jetzt zweimal die Woche in Werkstätten mit „besonderen“ Kindern – denn behinderte Kinder heißen hier „niños especiales“, also „besondere Kinder“. Mittwochs findet immer die Theater-Werkstatt und freitags die Kunst-Werkstatt statt. Es kommen unterschiedlich viele Kinder, aber nie mehr als 8, somit also immer überschaubar. Wir sind meist zwei Freiwillige, die das bunte Treiben tatkräftig unter der Anleitung von Andrea unterstützen. Andrea ist die Leiterin dieser Werkstätten, sie konzipiert und koordiniert die Inhalte und macht sich auch immer fleißig Notizen über die Entwicklung bzw. das Verhalten der einzelnen Kinder.
Nun habe ich schon (fast) stummes Handpuppen-Theater gespielt, viel Farbe aus Pinseln ausgewaschen sowie vom Boden aufgewischt und war so manches Mal persönliche Assistentin der kleinen Künstler. Ich hatte viel Spaß mit den kleinen Rabauken und es ist echt schön, jetzt einen Job zu haben, indem ich wirklich gebraucht werde, in dem ich mich noch mehr als nützlich erlebe.

Mit besonderen Kindern hatte ich ja keine Vorerfahrungen, aber ich muss sagen, dass mir die Arbeit gefällt, da sie so befreit ist und immer eine Überraschung für einen bereit hält. So freue ich mich auch immer schon auf die Mittwoche und Freitage, auch wenn´s echt stressig ist, direkt nach´m Mittagessen dann wieder los zu fahren. Aber das absolut losgelöste Lachen der Kids gibt einem viel zurück!