Am 24. März durfte ich Metallica live erleben! Schon geil!
Ich fuhr mit meinen beiden Gast-Geschwistern um 18 h los zum Jockey Club (wo ich auch schon im November
die Red Hots gesehen hatte). Diesmal war aber alles noch voller als letztes Mal
– gefühlte 1.000.000 Konzertbesucher und dazu nochmal 1.000.000 Verkäufer. Verkauft
wurde eigentlich alles: von Getränken: Leche (wörtlich „Milch“, gemeint: Bier J), Gaseosa (Cola,
Fanta, Sprite – halt alles mit Gas, also Kohlensäure) und Wasser über Essen: Asadito
(kleine gegrillte Fleischspieße), Hamburguesas, Panchos (Hot Dogs) und Caramelo
(Süßigkeiten & Kaugummi) bis hin zu (gefälschten) Merchandise Produkten
wie T-Shirts und CDs. Die unendlich lange Schlange am Eingang ging
glücklicherweise schnell voran, sodass wir bald schon drinnen auf die Vorbands
warteten.
Leider ist die Vorband, auf die ich mich im Vorhinein schon gefreut
hatte, ein Orchester aus selbstgebauten, recycelten Instrumenten, nicht
aufgetreten; und die andere Vorband fand ich schlecht. Naja, um 21:30 h hatte
das gespannte Warten endlich ein Ende und Metallica eröffneten mit „Battery“
und spielten ihre zweistündige Setlist mit anschließenden Zugaben. Schon
beeindruckend, eine Band live zu erleben, die 1981 gegründet wurde – also älter
ist als ich selbst. Und obwohl ich schon stundenlang Kirks Soli rauf und runter
gehört und auch viele Live Konzerte und Interviews gesehen hatte, war es
ein einzigartiges Erlebnis, die "alten"
Männer mal live in Aktion zu sehen!
Es gab bei diesem Konzert auch Dinge, die mir leider nicht so gefallen
haben: Normalerweise touren solche Gruppen ja, um ihr neues Album vorzustellen und
zu vermarkten. Metallicas neuestes Album ist jedoch noch nicht fertig und
deswegen wurden auf der Lateinamerika-Tour nur (ich übersetze „by request“ mal
mit) „Wunschkonzerte“ gespielt. In jeder Stadt konnte im Vorhinein online über die
Playlist abgestimmt werden – und die Songs mit den meisten Stimmen wurden dann
gespielt. Auch während des Konzertes gab es eine Live-Abstimmung per SMS. Hinzu
kamen die etwa 10 unterschiedlichen Preisklassen an Tickets, die von ewig weit weg, bis hin zu auf der Bühne stehen & mit James zusammen
Songs ansagen reichten (und ich will nicht wissen, wie teuer letztere
Tickets waren). Auch, dass James, der Frontmann, meinte, dass wir das schönste Publikum
seien – solche Phrasen finde ich einfach uncool. Für mich wirkte das alles sehr
gekauft – durch und durch vermarktet. Früher
haben Heavy Metal Bands gespielt, was sie
wollten – haben einfach ihr Ding
gemacht, und ob´s dem Publikum gefallen hat oder nicht, war für sie erstmal irrelevant.
Naja, jetzt sind sie halt alle Familienväter und ich bin ja auch glücklich, sie
überhaupt mal live gesehen zu haben – das möchte ich hier gar nicht schmälern!
Sie haben ne klasse Show abgeliefert! Nur die rundherum-Inszenierung hat mir
halt nicht so gefallen – reine Geschmackssache.
Und der eine, neue (vorher nicht abgestimmte) Song „Lords
of Summer“ (oder so ähnlich), der auf dem neuen Album erscheinen wird, der hat
mir auch wirklich sehr gefallen – sehr treibend! Kann man echt gespannt aufs
Album sein! Soweit meine Konzertreview, bis die Tage, Eure Annie
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