Mittwoch, 26. März 2014

Metallica by request

Am 24. März durfte ich Metallica live erleben! Schon geil! Ich fuhr mit meinen beiden Gast-Geschwistern um 18 h los zum  Jockey Club (wo ich auch schon im November die Red Hots gesehen hatte). Diesmal war aber alles noch voller als letztes Mal – gefühlte 1.000.000 Konzertbesucher und dazu nochmal 1.000.000 Verkäufer. Verkauft wurde eigentlich alles: von Getränken: Leche (wörtlich „Milch“, gemeint: Bier J), Gaseosa (Cola, Fanta, Sprite – halt alles mit Gas, also Kohlensäure) und Wasser über Essen: Asadito (kleine gegrillte Fleischspieße), Hamburguesas, Panchos (Hot Dogs) und Caramelo (Süßigkeiten & Kaugummi) bis hin zu (gefälschten) Merchandise Produkten wie T-Shirts und CDs. Die unendlich lange Schlange am Eingang ging glücklicherweise schnell voran, sodass wir bald schon drinnen auf die Vorbands warteten. 


Leider ist die Vorband, auf die ich mich im Vorhinein schon gefreut hatte, ein Orchester aus selbstgebauten, recycelten Instrumenten, nicht aufgetreten; und die andere Vorband fand ich schlecht. Naja, um 21:30 h hatte das gespannte Warten endlich ein Ende und Metallica eröffneten mit „Battery“ und spielten ihre zweistündige Setlist mit anschließenden Zugaben. Schon beeindruckend, eine Band live zu erleben, die 1981 gegründet wurde – also älter ist als ich selbst. Und obwohl ich schon stundenlang Kirks Soli rauf und runter gehört und auch viele Live Konzerte und Interviews gesehen hatte, war es ein einzigartiges Erlebnis, die "alten" Männer mal live in Aktion zu sehen!


Es gab bei diesem Konzert auch Dinge, die mir leider nicht so gefallen haben: Normalerweise touren solche Gruppen ja, um ihr neues Album vorzustellen und zu vermarkten. Metallicas neuestes Album ist jedoch noch nicht fertig und deswegen wurden auf der Lateinamerika-Tour nur (ich übersetze „by request“ mal mit) „Wunschkonzerte“ gespielt. In jeder Stadt konnte im Vorhinein online über die Playlist abgestimmt werden – und die Songs mit den meisten Stimmen wurden dann gespielt. Auch während des Konzertes gab es eine Live-Abstimmung per SMS. Hinzu kamen die etwa 10 unterschiedlichen Preisklassen an Tickets, die von ewig weit weg, bis hin zu auf der Bühne stehen & mit James zusammen Songs ansagen reichten (und ich will nicht wissen, wie teuer letztere Tickets waren). Auch, dass James, der Frontmann, meinte, dass wir das schönste Publikum seien – solche Phrasen finde ich einfach uncool. Für mich wirkte das alles sehr gekauft – durch und durch vermarktet. Früher haben Heavy Metal Bands gespielt, was sie wollten – haben einfach ihr Ding gemacht, und ob´s dem Publikum gefallen hat oder nicht, war für sie erstmal irrelevant. Naja, jetzt sind sie halt alle Familienväter und ich bin ja auch glücklich, sie überhaupt mal live gesehen zu haben – das möchte ich hier gar nicht schmälern! Sie haben ne klasse Show abgeliefert! Nur die rundherum-Inszenierung hat mir halt nicht so gefallen –  reine Geschmackssache.

Und der eine, neue (vorher nicht abgestimmte) Song „Lords of Summer“ (oder so ähnlich), der auf dem neuen Album erscheinen wird, der hat mir auch wirklich sehr gefallen – sehr treibend! Kann man echt gespannt aufs Album sein! Soweit meine Konzertreview, bis die Tage, Eure Annie

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